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Spiritualität

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Freudenhaus

1. Februar 2020

Ein tolles Wort. Ein Lieblingswort. Ein absoluter Wortschatz. In seinen Einzelbausteinen, sowie in seiner Zusammensetzung.  Es ist jedoch ein Wort im Schattendasein, assoziiert mit einem Puff.  Völlig missachtet in dem Grundwert, den es haben könnte! Bei genauer Betrachtung hat es nämlich wirklich das Potential eines Lieblingswortes; nicht nur für Bordellbesucher.

Schauen wir uns das Wort mal genauer an!

Freude: Glückseeligkeit, Harmonie, Liebe, Gleichmut, Gleichheit, Leichtigkeit, Freiheit, …
Haus: Heim, Zuhause, Frieden, Nest, Mamas beste Kekse, Gute Nacht Kuss, Wärme, …
Freudenhaus: Ein Wort, das so positiv zu besetzen ist, wie kaum ein anderes.

Unerhört also, dass sich die Prostitution dieses tolle Wort einfach so einverleibt hat; für immer und ewig gepachtet hat. Oder? Nutten, Freier, Sexspielzeug, Geilheit, bezahlter Sex, lechzende Fratzen, aufgtakelte Frauen, Menschenhandel, Bumsen auf dem Straßenstrich, Aids, Demütigung, Bordell, Angst, Ekel, Johlen, Sperma, Spaß, ficki ficki … Die Liste ist endlos.
Freudenhaus. Ein Wort in den Fesseln dieser Assoziationen. Freiheit dem Freudenhaus! Was halten Sie von einer online Petition für eine Neubesetzung? Ich plädiere dafür! Jedes Haus in dem Freude wohnt oder wohnen soll, soll sich ab heute Freudenhaus betiteln dürfen. Ich schreib´s auf jede Wand, Freudenhäuser braucht das Land.

Ich schreibe diese Zeilen jedoch nicht einfach nur des Zeitvertreibs wegen oder um ulkig- kampfeslustig zu erscheinen, sondern weil ich mich letzthin mit einem interessanten Versuch beschäftigt habe.
Kennen Sie das Experiment, bei welchem sie z.B. Bohnen pflanzen und an jeden Blumentopf ein Wort schreiben? Winzig, groß, mutig, stolz, Gewinnertyp, runzlig oder eben z. B. freudig. Sie werden es kaum glauben, aber der Eigenschaft des Wortes entsprechend wachsen die Pflanzen. Sie halten mich für übergeschnappt? Gern. Probieren sie es selber aus. Das Wort hat Gewicht.

Liebe, Gemütlichkeit, Glück, Rhythmus, Verbindlichkeit, bedingungslose Liebe, Freude, Frieden, Innigkeit und sich Zurücklehnen im Freudenhaus. Stellen sie sich vor, es sei Freude in jedem Haus drin, wo Freude draufstünde. Herrlich. Gute Aussichten!

Mit diesem Artikel soll  das Wort „Freudenhaus“ aus der Sklaverei und Misshandlung befreit werden. Mit der Abwendung von seiner heutigen vorrangigen Assoziation und Bedeutung hin zu einem positiv besetzten alltagstauglichen Begriff, möchte ich dem Phönix helfen sich aus der Asche zu erheben und der Welt wieder ein wenig mehr Freude zu bringen… mehr Freudenhäuser!

Mit freundlichen und freudigen Grüßen
von zuhause aus Brixen

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Die Magie der Rauhnächte

15. November 2019

„Heidnisches Zeug“, höre ich meine evangelische Freundin liebevoll seufzen. “Über vierzig ist sie nun und immer noch ist sie für alles so leicht zu begeistern;“ kommentiert es meine Mutter mit einem Schmunzeln: Die Faszination der Rauhnächte, die geheimnisvolle Zeit zwischen den Jahren hatte mich gepackt… Weiter lesen…

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Spielball meiner Launen

27. September 2019
Peitlerkofel von der Wackerer Lacke aus

(Foto: M. Vikoler)

Manchmal wache ich morgens auf und weiß eigentlich gar nicht, warum ich  bedrückt bin. Geht dir das auch so? Eigentlich wollte ich heute frohen Mutes nach Bozen fahren und mich von einer Tagung zum Thema Glück befeuern lassen.

Gestern noch voller Tatendrang, im Flow sozusagen und mit Ideen die in ihrer Einzigartigkeit nur so  sprudeln und nach Verwirklichung rufen. Top! Geerdet und verbunden zugleich, begegne mir als eine Abenteurerin der  kosmischen Ordnung.

Heute ist sie plötzlich da: Die Lethargie. Ganz unverblümt steht sie in der ihr eigenen Kraft einfach vor mir da. Stoisch. Ich weiß  nicht einmal warum. Unerhört. Ein Streich kosmischer Ordnung…. Weiter lesen…

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Die Visitenkarte

26. August 2019

Vision Visitenkarte: Zeitverschwendung oder Inspirationsquelle?

Es glich schon fast einer Psychotherapie unter persönlicher Leitung von Frau Dr. Kerstin Schultz. Dabei wollte ich doch nur eine Visitenkarte für mich erstellen und dies im Rahmen der Abschlussarbeit meiner Ausbildung zur Ganzheitlichen Entspannungstrainerin dokumentieren. Mein Mann meinte: “Würdest du für die Inhalte deines Kurs so viel Zeit aufwenden, wie für die Erstellung deiner Visitenkarte, dann wärest du schon bald habilitiert…!“  Ich fragte mich, ob dem wirklich so sei? Verschwendete ich hier gerade meine Zeit? Denn das meinte er ja wohl mit seiner Aussage…

Die frisch geschulte Innere Beobachterin flüsterte mir dann eine Frage ins Ohr, die in Bezug auf die Abschlussarbeit meiner Ausbildung zur „Ganzheitlichen Entspannungstrainerin“ grundlegend und Ausgangspunkt sein sollte: „Wofür brennst du?“ Und versuchte ich nicht gerade, genau das herauszufinden?

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